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Proteste überschatten Giro di Padania

11. September 2011

Angriffe auf Radfahrer, Krawalle und verletzte Sicherheitskräfte: Der diesjährige Giro di Padania wurde von heftigen Protesten gegen die umstrittene, rechtsföderalistische Regierungspartei Lega Nord überschattet, die sich für die Gründung eines separaten norditalienischen Staates einsetzt und mit deren Hilfe die diesjährige Rundfahrt durch die Regionen Piemont, Ligurien, Lombardei, Emilia Romagna, Trentino und Veneto organisiert wurde. Bereits am Mittwoch hatte eine Gruppe von Aktivisten die Stecke blockiert und die Radprofis attackiert. Einige Fahrer – darunter der Italiener Ivan Basso – wurden dabei leicht verletzt. Auch auf den übrigen Etappen kam es zu teils heftigen Protesten. Zuletzt wurden im Zielsprint am Samstag Gegenstände auf die Strecke und  die Fahrer geworfen.  

„Ich habe dafür kein Verständnis. Das ist lebensgefährlich. Wir betreiben Sport und keine Politik“, sagte Stefan nach der Rundfahrt. Für den Nürtinger ist der diesjährige Giro di Padania damit mit vielen Aufregern aber ohne echte sportliche Highlights zu Ende gegangen. „Die Streckenprofile waren nicht wirklich mein Terrain. Bei vier der fünf Etappen ist am Ende das Hauptfeld ins Ziel gekommen. In den Massensprints habe ich mich dann bewusst rausgehalten“, berichtet Stefan. Mit den Plätzen 47, 31, 49, 45 und 39 beendete Stefan die 5-tägige Rundfahrt schließlich auf Rang 40 der Gesamtwertung. „Es lief nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut für mich“, sagt Stefan. Ein Grund könnten die zurückgekehrten Schmerzen sein, die den 30-Jährigen seit seinem Sturz im Zielsprint bei der Coppa Bernocchi Mitte August behindern. „In den letzten Tagen ist es eher wieder schlimmer geworden. Ich glaube eine Rennpause tut mir jetzt mal ganz gut“, so Stefan, der 10 der letzten 11 Tage im Sattel saß. Das nächste Rennen steht für Stefan am kommenden Sonntag auf dem Programm. 

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