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"Es war ein tolles Gefühl wieder am Start zu stehen"

6. September 2010

Stefan, am Sonntag hast Du beim Giro della Romagna Dein Comeback gefeiert. Du saßt zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren bei einem Rennen wieder im Sattel. Was war das für ein Gefühl für Dich?
Es war ein tolles Gefühl wieder am Start zu stehen und ein Rennen zu fahren. Ich hatte mich lange auf diesen Moment gefreut und ich bin sehr glücklich, dass es am Sonntag endlich wieder soweit war.

Wie zufrieden bist Du mit dem Ausgang des Rennens?
Die ersten 160 Kilometer des Rennens liefen schon gut. Am letzten Berg musste ich aus einer 30 Mann Spitze abreißen lassen, da ich tierisch Krämpfe bekommen habe. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass der Punkt kommen wird, wenn man sich nach einer zweijährigen Pause einen so schweren italienischen Herbstklassiker über 220 km als Einstieg vornimmt. Realistisch gesehen war die Leistung dennoch o.k. und darauf kann ich aufbauen. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht gerne abhängen lasse. Ich will schnellstmöglich wieder an meine alte Stärke anknüpfen und ganz vorne reinfahren können.

Warum hast Du Dir für Dein Comeback ausgerechnet diesen schweren italienischen Klassiker ausgesucht? Es gibt leichtere Rennen, um nach zwei Jahren Pause wieder in den Sattel zu steigen.
Das ist richtig. Selbst einige der Rennfahrerkollegen haben mich am Sonntag darauf angesprochen und mich für positiv verrückt erklärt. Ich habe mich aber ganz bewusst für anspruchsvollere Rennen gleich zu Beginn entschieden. Ich habe in den zurückliegenden Monaten hart und konsequent trainiert und eine gute Basis aufgebaut. Was ich jetzt brauche ist der Rennrhythmus und Wettkampfhärte – und das bekomme ich am besten bei solchen Rennen, auch wenn das Ergebnis am Ende dann mal nicht so gut ist.

Was ist Dein Ziel für die kommenden Rennen?
Wie gesagt: Schnellstmöglich wieder meine alte Stärke und Leistungsfähigkeit zu erlangen. Mein Ziel ist es, im Herbst noch so viele Renntage wie möglich zu absolvieren, um in den Rennrhythmus zu kommen. Ich will mich zeigen und selbst sehen, wo ich stehe. Damit wird auch die Vorbereitung und der Start in die neue Saison 2011 deutlich leichter. Ich werde 2011 nicht bei Null anfangen, sondern kann kommende Saison schon voll angreifen.

 

© Roth-Foto (www.roth-foto.de)

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